Omas Einkochtradition neu entdecken

Holunder als erste Einweihung

Letzte Woche durfte der Heißentsafter endlich zeigen, wofür er gedacht ist. Holunder war die erste Ernte, die darin verarbeitet wurde. Damit begann für mich gleichzeitig ein neuer Abschnitt beim Einkochen.

Der Holunder soll nicht die letzte Verarbeitung bleiben. In meinem Keller werden sich nach und nach weitere Gläser dazugesellen. Besonders freue ich mich schon auf Pflaumenmus und Holundergelee.

So wächst der eigene Vorrat nicht auf einmal, sondern Stück für Stück mit dem, was gerade verfügbar ist und verarbeitet werden kann.

Pflaumenmus und Holundergelee für den Keller

Als Nächstes sollen also Pflaumenmus und Holundergelee ihren Platz im Keller finden. Allein der Gedanke an die gefüllten Gläser erinnert mich daran, wie selbstverständlich solche Vorräte früher zur Küche meiner Oma gehörten.

Heute bekommt jedes selbst gefüllte Glas dadurch eine besondere Bedeutung. Es ist nicht einfach nur ein Vorrat, sondern gleichzeitig das Ergebnis der eigenen Arbeit und eine kleine Verbindung zu den Rezepten und Gewohnheiten, mit denen ich aufgewachsen bin.

Die Freude am gefüllten Vorratsregal

Wer selbst einkocht, kennt wahrscheinlich den schönen Anblick, wenn nach und nach immer mehr Gläser zusammenkommen. Unterschiedliche Früchte, Farben und Zubereitungen stehen nebeneinander und erinnern daran, was in den vergangenen Wochen verarbeitet wurde.

Das Bild zeigt nur einen kleinen Teil dessen, was ich in den letzten Wochen bereits eingekocht habe. Es sind einige Gläser, aber sie stehen stellvertretend für den Anfang einer Sammlung, die mit jeder weiteren verfügbaren Frucht wachsen kann.

Und dabei wird es ganz bestimmt nicht bleiben. Sobald sich wieder eine Gelegenheit ergibt und passende Früchte verfügbar sind, soll weiter eingekocht und ausprobiert werden.

Alte Familienrezepte bewahren

Besonders wertvoll finde ich Rezepte, die schon von Eltern oder Großeltern gekocht wurden. Häufig sind es gerade die einfachen Zubereitungen, an die man sich besonders deutlich erinnert.

Ein bestimmter Geschmack kann sofort Bilder aus der Vergangenheit zurückbringen: den Garten, die Ernte, die Küche oder die Gläser, die anschließend für später aufbewahrt wurden.

Indem solche Rezepte wieder gekocht werden, bleiben sie Teil des Alltags. Sie existieren dann nicht nur als Erinnerung, sondern werden tatsächlich wieder zubereitet und weitergegeben.