Bestimmte Reiseverhaltensweisen begünstigen diese Einstufung. Last-Minute-Ticketkäufe sind ein häufiger Grund. Internationale Flüge ohne feste Route können ebenfalls mehr Aufmerksamkeit erregen, insbesondere wenn sie Strecken oder Regionen mit höherem Risiko betreffen. Auch die Barzahlung von Flugtickets kann das Risiko einer Überprüfung erhöhen. Reisende mit geringer oder keiner Reisehistorie können ebenfalls ausgewählt werden. Gleichzeitig beinhaltet das System ein Zufallselement. Diese Unvorhersehbarkeit ist beabsichtigt, um zu verhindern, dass jemand lernt, die Kontrolle zu umgehen.
Die zusätzliche Kontrolle selbst ist detaillierter als die normale Sicherheitskontrolle. Am Kontrollpunkt angekommen, wird der Reisende in der Regel in eine separate Spur oder einen separaten Kontrollbereich geleitet. Die Beamten können das Handgepäck Stück für Stück durchsuchen, Taschen und elektronische Geräte auf Sprengstoffspuren untersuchen und die Gegenstände genauer prüfen als bei einer Standardkontrolle. Elektronische Geräte müssen möglicherweise eingeschaltet werden, um ihre Funktionsfähigkeit zu beweisen. Zusätzlich wird der Reisende häufig einem Ganzkörperscan und einer gründlicheren Abtastung durch einen Beamten des gleichen Geschlechts unterzogen. Die Ausweisdokumente können im Rahmen des Prozesses erneut überprüft werden. Ziel ist nicht bloße Wiederholung, sondern die zusätzliche Gewissheit, dass nichts übersehen wurde.
Für viele ist der schwierigste Teil der Sicherheitsüberprüfung nicht der Zeitaufwand, sondern das Gefühl, im Fokus zu stehen. Dies kann zu Verlegenheit, Frustration oder sogar Angst führen. Dennoch ist es wichtig zu bedenken, dass es sich um eine Sicherheitsmaßnahme und nicht um eine Anschuldigung handelt. Es bedeutet nicht, dass jemand etwas falsch gemacht hat. Es ist lediglich eines der Instrumente zum Schutz des Luftfahrtsystems. Ruhe und Kooperation tragen in der Regel zu einem möglichst reibungslosen Ablauf bei.